Hanna Fearns
Die neue Single ist da!
Hier reinhören
IT’S JUST INK
VÖ (digital) 20.03.2026
»Are you Alright?«, die liebevolle und doch besorgte Frage, die Hanna Fearns als Titel für ihre kommendes Album gewählt hat, bildet auch den Ausgangspunkt der zweiten Single-Auskopplung: In »It’s Just Ink« gilt sie dem eigenen Seelenzustand.
»It’s Just Ink« ist ein Mutmacher-Song, auch wenn die ersten Zeilen das erst einmal nicht vermuten lassen: Hanna beschreibt darin etwas, was nach den Jahren der Pandemie und einer gnadenlos fortschreitenden Disruption im Weltgeschehen, zweifellos viele von uns erfahren haben und immer noch erfahren. Wie Efeu wuchernde Unsicherheiten, endlos Karussellfahrende Gedanken, lähmende Depressionen sorgen dafür, dass wir des Nachts wachliegen. Sie trüben zusehends unser Fühlen und Denken. Als würde man Tinte ins Wasser schütten: It’s like ink pouring into water

Aus dieser nachtschwarzen Wolke der nagenden Ängste und Zweifel, der brüchigen, bittersüßen Melancholie der atmosphärischen Strophe, steigt der Song von Chorus zu Chorus immer weiter empor zur Sonne, breitet seine Schwingen aus und erweist sich bald als unwiderstehliche Pop-Hymne im Geiste solcher Bands wie Kim Deals Breeders und Kirsten Hershs Throwing Muses – der 4AD-Variante des Crazy-Horse-huldigenden, US-amerikanischen Alternative-Rock der 90er.
Spätestens nach dem zärtlichen, introvertierten C-Teil, in dem Hanna ihre ganze stimmliche Klasse zeigt, wenn der Song endgültig abhebt, ist man versucht aus vollem Hals mitzusingen:
It’s just INK pouring into water.
Wie viel Kraft doch das Wörtchen »nur« zu spenden vermag.
»It’s Just Ink« ist eine tröstende und noch dazu verdammt mitreißende Erinnerung daran, dass wir uns nicht scheuen sollten, auch mal Hilfe zu beanspruchen, wenn es nötig wird, Licht ins innere Dunkel zu bringen.
(Stephan Glietsch)